Community Building im Global Village

von Dez 14, 2021News Homepage

«Gemeinschaft» kommt von «gemeinsam» – eine Gemeinschaft ist nur so stark wie ihre Gemeinsamkeiten. Und eine besonders starke Gemeinsamkeit ist die Heimat. Wie lassen sich regionale Gemeinschaften digital abbilden und wie können solche digitalen, regionalen Communities genutzt werden, um Inhalte zu verbreiten und Nutzen zu stiften?

Die Region hält zäme

Zugegeben, die Headline habe ich schon in einem anderen Artikel verwendet. Aber sie passt hier ausgesprochen gut. Ob Fussballclub, Gemeinde, Ortsverband oder lokaler Radiosender – die eigene Herkunft stiftet Identität. Dabei hilft die Abgrenzung gegenüber den Nachbarn, deren Dialekt, Sportverein, Kochgewohnheiten – die Liste lässt sich fast beliebig erweitern. Wirklich erfolgreich aber bist Du im regionalen Community Marketing, wenn nicht nur die  Menschen vor Ort, sondern ausserhalb Deiner Region ein Teil davon sein wollen.  

Regionen als Inkubator

Einige Topmarken haben es bestens verstanden, die Region ihrer Herkunft als verstärkendes Kommunikationselement und zur Schärfung des Markenkerns zu nutzen. Dabei werden auch Stereotype nicht gescheut. Die «Sansibar» nutzt ihre Sylter Herkunft und die Piratensäbel der norddeutschen Schatzinsel, um mit ihren Produkten graumelierte Edelrocker anzusprechen. Die Hamburger Biermarke Astra kokettiert mit den Stereotypen aus Sankt Pauli, obwohl die Brauerei in Altona steht. Und das so erfolgreich, dass sich selbst die werbephobe linke Hamburger Szene freiwillig und liebend gern Astra-Poster an die besetzten Wände heftet. Was dagegen?  

Für die Marke Sansibar hat sich Sylt als Schatzinsel erwiesen.

Farbe bekennen und Logo zeigen

Welchen Vorteil hat die regionale Website gegenüber dem Dorfplatz? Ganz einfach, auf erstere schaut mit etwas chance die ganze Welt, auf den Dorfplatz nicht. Es sei denn, da hängt eine Webcam… Indem sich Menschen von ausserhalb mit den Emblemen einer regionalen Community zeigen, kommunizieren sie, dass deren Werte überregionale Bedeutung haben und auch für sie gelten.

Am Ende ist die Grosse Freiheit nur ein kleiner Kiez – aber den kennt die ganze Welt.

Nachbarschaftspflege im Netz

Da, wo die Region geografisch an ihre Grenzen stösst, wächst sie digital weiter. Community Building ist daher für Destinationen weit mehr als nur ein Hygienefaktor: es bietet die Chance, das eigene Portfolio weiter auszubauen, selbst in Zeiten, in denen Reisen nicht möglich sind. Dies kann durch E-Commerce-Angebote, Vortragsreihen über die Region in Form von Webinaren, digitale Partnerschaften mit anderen Gemeinden in aller Welt in Form von wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Kooperationen geschehen. So wächst zusammen, was zusammengehört, frei von geografischen Grenzen.

 

Barrierefrei, aber nicht grenzenlos sollte auch die Software-Plattform sein, auf der die Community sich trifft. Sie sollte bestehende Lösungen integrieren, sauber Social Media-Kanäle einbinden, die Möglichkeit zu Mailings, Kontaktpflege, Live-Blogs, Loyalitätsprogramme, … kurz: zum Community Building bereitstellen. Dann steht das überregionale Wachstum auf einem soliden Fundament statt auf tönernen Füssen.   

Manchmal muss man in die Vogelperspektive wechseln, um die Schönheit einer Region vollumfänglich zu erfassen.

Also…

Die Welt ist ein Dorf – warum soll Dein Dorf nicht die Welt erobern?

Zum Autor

Arne König ist Content Marketing Manager bei yawave, einer Content Suite, mit der Inhalte zentral verwaltet und per Omni-Channel Publishing geteilt werden können. Er arbeitet seit 20 Jahren im Content Marketing und als Autor von Fachbüchern und Romanen. 

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