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Das Crèmeschnitten-Theorem

Vorstellung des Begriffs und Denkmodells der Enterprise Architecture

Heute stelle ich Dir den Begriff und das Denkmodell “Enterprise Architecture” vor. Ausserdem erfährst Du, was das mit dem Lieblingsdessert bei yawave zu tun hat.

Was ist Enterprise Architecture?

Unter Enterprise Architecture (im Deutschen auch «Unternehmensarchitektur» genannt) wird im Folgenden die gemeinsame Betrachtung von IT-Architektur und Business- Architektur verstanden. Diese ergibt fünf Ebenen, sogenannte «stacks». Ganz unten liegt die Hardware, also Infrastrukturen, Netze, Server. Darauf läuft – als nächsthöhere Ebene – Software, also Middleware, aber auch Applikationen. Diese Anwendungslandschaft wird bestimmt durch die darunter liegende Hardware. Darüber, auf Ebene drei, befinden sich die Daten und Geschäftsfunktionen des Unternehmens – historisch gewachsene, oft inkonsistente und heterogene Datenlandschaften. Über ihnen liegen auf Ebene vier die Geschäftsprozesse – sehr heterogen, weil nach Abteilungen getrennt, redundant, operativ und gegebenenfalls über alle Standorte in vielen Ländern verteilt. Auf der obersten Ebene schliesslich sind die Produkte und die Strategie des Unternehmens angesiedelt.

 

Alle fünf Ebenen sind miteinander verknüpft und voneinander abhängig. Sie liegen wie ein Stapel von Bauklötzen übereinander. Zieht man unbedacht einen Bauklotz heraus, um ihn zu ändern, wankt der ganze Stapel und kann einstürzen. Im schlimmsten Fall heisst das, dass ein Unternehmen seine Produkte nicht mehr herstellen kann, weil es die Hardware geändert hat.

Damit so etwas nicht passiert, hat man Enterprise Architecture-Modelle entwickelt. Sie berücksichtigen die Abhängigkeiten der Ebenen untereinander und liefern ein Framework, mithilfe dessen Änderungen an den Stacks vorgenommen werden können, ohne dass es zu Ausfällen im System kommt. Ausserdem werden Prozesse, Abhängigkeiten und Kosten transparenter, was letztendlich zu mehr Effizienz führen kann.

 

Bei yawave werden die fünf Ebenen gern als «Crèmeschnitte» oder «Crêmeschnittenmodell» bezeichnet. Für alle, die nicht wissen, was eine Schweizer Crèmeschnitte ist, hier ein Bild. Ich hoffe, dieser Beitrag hat Dir Appetit auf den nächsten gemacht!

Zum Autor

 

Arne König ist Content Marketing Manager bei yawave, einer Content Suite, mit der Inhalte zentral verwaltet und per Omni-Channel Publishing geteilt werden können. Er arbeitet seit 20 Jahren im Content Marketing und als Autor von Fachbüchern und Romanen.